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Weltweiter Fleischkonsum steigt

Das Gute zuerst: In der BRD nimmt der Fleischkonsum leicht ab – 59,5 Kilo verspeisten die Deutschen 2019, das sind 2,5 Kilo weniger als im Jahr zuvor. Weltweit aber hat er sich in den vergangenen 20 Jahren mehr als verdoppelt. Diese Zahlen stammen aus dem „Fleischatlas 2021“, den die Heinrich-Böll-Stiftung in jedem Jahr herausgibt.

Die industrielle Fleischproduktion sei nicht nur für prekäre Arbeitsbedingungen verantwortlich, sondern vertreibe Menschen von ihrem Land, befeuere Waldrodungen, Pestizideinsätze und Biodiversitätsverluste – und sei einer der wesentlichen Treiber der Klimakrise, erklärte Barbara Unmüßig, Vorständin der Heinrich-Böll-Stiftung, bei der Vorstellung des „Fleischatlas 2021“ in Berlin.

Allein die fünf größten Fleisch- und Milchkonzerne produzierten mit 578 Millionen Tonnen so viel klimaschädliche Gase wie etwa der größte Ölmulti der Welt, Exxon, so Unmüßig. Ohne Kurswechsel aber könnte die weltweite Fleischproduktion bis 2028 um weitere 40 Millionen auf rund 360 Millionen Tonnen im Jahr steigen – mit schwerwiegenden Folgen für Umwelt und Klima.

Der Link zum Fleischatlas 2021 und zahlreichen Hintergrundinfos.